Fragen an einen Hochzeitsfotografen

Der perfekte Zeitplan für eure Hochzeit: So vermeidet ihr Stress beim Fotoshooting

Die Excel-Tabelle füllt sich, die To-Do-Liste wird länger und irgendwann kommt die große Frage: „Wie bekommen wir das alles in einen Tag?“

Vielleicht habt ihr Angst, dass ihr am Hochzeitstag nur von A nach B hetzt. Oder dass ihr eure Gäste stundenlang allein lasst, weil das Fotoshooting ewig dauert. Als Hochzeitsfotograf aus Olching bei München erlebe ich auf vielen Hochzeiten, wie wichtig ein guter Zeitplan ist. Er ist das unsichtbare Gerüst, das entscheidet, ob ihr gestresst durch den Tag hetzt, oder ob ihr mit einem Glas Sekt in der Hand den Moment genießen könnt.

In diesem Artikel zeige ich euch, wie wir fotografische Highlights perfekt in euren Tag integrieren, ohne dass die Gäste oder Party zu kurz kommen.

Inhaltsangabe:

Auf einen Blick

Die wichtigsten Zeiten für eure Planung

  • Getting Ready: Plant für jeden 30 Minuten bis eine Stunde ein (Details, Stimmung, Anziehen).
  • First Look: 10 bis 30 Minuten
  • Brautpaar Shooting: 30 bis 60 Minuten. Am besten aufgeteilt: Nachmittag & zum Sonnenuntergang
  • Gruppenfotos: maximal 30 Minuten (mit guter Vorbereitung/Liste)
  • Puffer: Plant immer 15 Minuten Puffer zwischen den Programmpunkten ein.
  • Licht-Tipp: Die schönste Stimmung herrscht ca. eine Stunde vor Sonnenuntergang, "Golden Hour" genannt.

Warum der Zeitplan nicht euer Feind ist, sondern euer bester Freund

Ein Zeitplan klingt erst einmal unromantisch. Aber glaubt mir: Ein strukturierter Ablauf gibt euch am Tag der Hochzeit Freiheit. Wenn ihr wisst, dass für alles genug Zeit ist, fällt die Anspannung ab.

Mein Ziel als euer Fotograf ist es nicht, euch stundenlang in Beschlag zu nehmen. Ich möchte, dass die Fotos ein Teil des Erlebnisses sind – kleine Auszeiten, in denen ihr als Paar durchatmen und realisieren könnt: „Wow, wir haben gerade geheiratet!“

Die Bausteine: Wie viel Zeit brauchen wir wofür?

Damit ihr ein Gefühl dafür bekommt, wie lange wir wirklich brauchen, schlüsseln wir die fotografischen Phasen mal auf.

1. Getting Ready (0,5 – 1 Stunde pro Person)

Das ist oft der ruhigste Teil des Vormittags.

Was passiert hier? Ich fotografiere die Details (Kleid, Fliege, Manschettenknöpfe, Schuhe, Schmuck, Ringe), das Styling und den Moment, wenn ihr in das Kleid/den Anzug schlüpft.

Warum so lange? Damit keine Hektik aufkommt. Ihr sollt möglichst entspannt in den Tag starten. Vielleicht sind gute Freunde dabei, es läuft Musik oder ihr stoßt schon mal an. Ich möchte eure Vorfreude einfangen.

Tipp: Haltet das Zimmer ordentlich – das sieht auf Bildern viel besser aus!

2. Der „First Look“ (10 bis 30 Minuten)

Immer mehr Paare entscheiden sich, den "First Look" vor der Trauung zu machen.

Vorteil: Ihr habt diesen magischen Moment ganz für euch allein. Keine 100 Augenpaare, nur ihr zwei. Plus: Das Make-up ist noch perfekt.

Zeit-Effekt: Wir können einen Teil der Paarbilder schon hier machen. Das heißt: Nach der Trauung seid ihr schneller bei euren Gästen!

3. Die Gruppenfotos (30 Minuten)

Der Klassiker: „Alle mal zur Treppe!“, "Wo ist Onkel Willi?"

Die Gefahr: Ohne Plan dauert das ewig und die Gäste werden unruhig.

Die Lösung: Erstellt vorher eine Liste mit den wichtigsten Konstellationen (z.B. Brautpaar + Eltern, Brautpaar + Trauzeugen). Gebt diese Liste einem Trauzeugen, der die Leute zusammentrommelt. Dann ist das in wenigen Minuten erledigt und macht sogar Spaß.

4. Das Brautpaar-Shooting (ca. 30 – 60 Minuten)

Eure Zeit zu zweit. Aber keine Sorge: Wir müssen nicht 60 Minuten am Stück weg sein.

Der Profi-Tipp (Splitting): Wir teilen das Shooting auf.

  • Teil 1 (20-30 Min): Nach den Gratulationen oder beim First Look.
  • Teil 2 (15-20 Min): Zur Golden Hour (kurz vor Sonnenuntergang). Das Licht ist dann weich, warm und schmeichelhaft. Diese kurzen 20 Minuten liefern oft die besten Bilder des ganzen Tages! Natürlich ist dieser Teil wetterabhängig. Aber berücksichtigt ihn bei eurer Planung auf jeden Fall.
Hund bringt dem Brautpaar die Hochzeitsringe
Gast umarmt die Braut zur Beglückwünschung
Hochzeitsgäste sitzen am Tisch, eine Frau mit schwarzen Handschuhen raucht eine Zigarette

Drei Fehler, die Zeitpläne sprengen (und wie ihr sie vermeidet)

  1. Fahrtwege unterschätzen: In München, auf dem Mittleren Ring, oder am Wochenende Richtung Berge kann immer mal Stau sein. Plant für jede Fahrtstrecke 15 Minuten Puffer ein. Parkplatzsuche nicht vergessen.
  2. Zu viele Gruppenfotos: Beschränkt euch bei den Gruppenbildern auf die wichtigsten Personen. Den Rest fange ich spontan in der Reportage ein. Habt einen klaren Plan, mit wem ihr Fotos machen wollt und übertragt einem Trauzeugen die Aufgabe, die Personen zusammenzutrommeln.
  3. Die Sonne ignorieren: Wenn ihr im Hochsommer um 12:00 Uhr in der prallen Sonne shooten wollt, werdet ihr schwitzen und die Augen zukneifen. Vertraut beim Timing und dem Ort der Fotos auf den Fotografen. Licht ist alles.

Fazit: Euer Tag, euer Rhythmus

Kein Plan ist in Stein gemeißelt. Wenn die Tante länger gratuliert oder das Essen später kommt, dann ist das so. Als euer Hochzeitsfotograf habe ich die Uhr im Blick, damit ihr sie vergessen könnt.

Mein wichtigster Rat: Plant Puffer ein. Es ist besser, 15 Minuten entspannt Sekt zu trinken, weil man zu früh fertig ist, als abgehetzt zur Trauung zu rennen.

Habt ihr Fragen zu eurem konkreten Ablauf? Schreibt mir einfach! Ich werfe gerne mal einen Blick auf euren Plan und gebe euch Tipps.

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Braut hat einen Arm in die Höhe gestreckt und trägt ein breites Grinsen
Braut beim Hochzeitstanz mit wehenden Haaren

Häufige Fragen zum Zeitplan (FAQ)

Keine Panik. Wir sind flexibel. Da ich den ganzen Tag (oder viele Stunden) dabei bin, warten wir einfach eine Regenpause ab. Meistens regnet es nicht ununterbrochen durch. Wir können auch an überdachten Bereichen der Location shooten.  Als Backup habe ich bei zweifelhaftem Wetter auch immer einen transparenten Regenschirm dabei, mit dem man bei Regenwetter ausgezeichnete Fotos machen kann.

Im Hochsommer ist das Licht mittags sehr hart. Die schönsten Bilder entstehen am späten Nachmittag (ab 17/18 Uhr) oder in der „Golden Hour“ kurz vor Sonnenuntergang. Alternativ lassen sich auch wunderbare Bilder in schattigen Bereichen machen.

Ich arbeite oft eng mit Videografen zusammen. Während des Tages arbeiten wir meist parallel. Das heißt, das Shooting wird dadurch nicht doppelt so lange. Wir benötigen vielleicht 10 bis 15 Minuten mehr, um bestimmte Bewegungen und Posen für den Film einzufangen.

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Erstveröffentlichung: 18. Dezember 2025 · Letzte Aktualisierung: 18. Dezember 2025

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