Fragen an einen Hochzeitsfotografen

Getting Ready am Hochzeits­morgen: Lohnt sich der Fotograf? Ablauf & Tipps

Die letzten Stunden vor der Trauung fliegen meistens wie im Zeitraffer vorbei. Während in der Location vielleicht noch die letzten Stühle gerückt werden, herrscht bei euch beim Stylen diese ganz besondere Vorfreude. Diese Phase wird „Getting Ready“ genannt. Zwischen dem ersten Kaffee, dem finalen Make-up und dem Nervenflattern vor dem großen Ja-Wort entstehen Momente, die eine Hochzeitsreportage besonders machen. Trotzdem höre ich in meinen Vorgesprächen mit Brautpaaren aus München immer wieder dieselbe Unsicherheit: „Phil, lohnt es sich wirklich, dich für das Getting Ready schon dazuzubuchen?“ Meine Antwort: Zu 100 Prozent!

In diesem Artikel zeige ich euch, warum ihr diese Stunden fotografisch nicht verpassen solltet und wie ihr euer Getting Ready komplett stressfrei gestaltet.

Inhaltsangabe:

Das Wichtigste in Kürze

Ein Fotograf beim Getting Ready lohnt sich fast immer. In diesen Stunden vor der Trauung entstehen intimste, ungestellte und emotionale Bilder. Außerdem bietet der Morgen die einzige Gelegenheit, eure liebevoll ausgewählten Details (Ringe, Brautkleid, Papeterie) in Ruhe in Szene zu setzen. Das Getting Ready legt das visuelle Fundament für eine komplette, runde Hochzeitsreportage.

Was bedeutet "Getting Ready" eigentlich genau?

Wenn wir Hochzeitsfotografen vom "Getting Ready" sprechen, meinen wir die Phase des Stylings und Anziehens vor der eigentlichen Trauung. Es geht dabei nicht darum, euch im Pyjama beim Zähneputzen zu fotografieren. Es ist die Zeit, in der aus euch Braut und Bräutigam werden. Bei der Braut ist es das finale Richten der Haare, das Schließen des Brautkleides durch die Mama oder die Trauzeugin und der erste emotionale Blick in den Spiegel. Beim Bräutigam ist es das Binden der Fliege, das Anstecken der Boutonnière (der kleine Blumenanstecker) und das Anstoßen mit den besten Kumpels.

Lohnt sich das wirklich? 3 Gründe für Fotos am Hochzeitsmorgen

1. Die echte "Ruhe vor dem Sturm"

Sobald ihr an der Kirche oder beim Standesamt ankommt, geht der Trubel los. Das Getting Ready ist oft der einzige Moment des Tages, an dem die Zeit scheinbar noch einmal stillsteht. Niemand muss posieren. Als Reportagefotograf halte ich mich dezent im Hintergrund. Ich fange die Freudentränen deiner besten Freundin ein, wenn sie dich das erste Mal im Kleid sieht, oder das herzhafte Lachen deines Vaters, der dir beim Sakko hilft. Das sind ehrliche, ungefilterte Emotionen, die unbezahlbar sind.

2. Die Liebe zum Detail

Ihr habt Monate damit verbracht, die perfekten Ringe auszusuchen, das Parfüm zu wählen, die Einladungskarten zu designen und natürlich das Brautkleid zu finden. Der Morgen ist mein Zeitfenster, um genau diese Details ästhetisch festzuhalten (oft als sogenannte "Flatlays"). Das Kleid hängt am schönen Holzbügel im Fensterlicht – später am Tag, wenn das Programm läuft, gibt es für solche detailverliebten Aufnahmen schlichtweg keine Zeit mehr.

3. Das Storytelling wird komplett

Eine Hochzeitsreportage ist wie ein gutes Buch. Und ein Buch fängt auch nicht im dritten Kapitel an. Wenn die Fotostrecke erst an der Kirche beginnt, fehlt die Einleitung. Der Übergang vom entspannten Morgen hin zur großen Feier am Abend macht die Geschichte eures Tages erst richtig rund und komplett.

Was kostet das Fotografieren beim Getting Ready?

Das Fotografieren am Morgen ist kein isoliertes Zusatzprodukt, sondern fällt ganz normal in die Leistungen meiner Pakete. Wenn ihr mich beispielsweise für eine ganztägige Hochzeitsreportage im Schloss Amerang bucht, ist das Getting Ready immer mit dabei. Und wenn ihr euch für eine 6-stündige Begleitung im Schloss Dachau entscheidet, legen wir einfach den Startzeitpunkt entsprechend fest. Wir starten dann eben nicht erst um 13 Uhr in der Kirche St. Jakob, sondern vielleicht schon um 11 Uhr im Hotelzimmer. Ihr bezahlt also nicht "extra" für das Getting Ready, wir nutzen die gebuchte Zeit nur optimal aus.

5 Tipps für entspannte & wunderschöne Getting Ready Fotos

Damit die Bilder am Morgen genau so natürlich und schön werden, wie ihr es euch wünscht, gebe ich meinen Paaren immer diese fünf Ratschläge mit auf den Weg:

  1. Das richtige Zimmer wählen: Licht ist alles! Egal ob bei euch zu Hause in München oder in einem Hotelzimmer in Taufkirchen – sucht euch den Raum mit den größten Fenstern aus. Weiches Tageslicht ist der absolute Garant für schmeichelhafte, wunderschöne Aufnahmen.
  2. Ordnung halten: Nichts stört ein elegantes Hochzeitsfoto mehr als eine knallgelbe Platiktüte oder ein offener Koffer im Hintergrund. Räumt alles, was nicht ästhetisch ist, weg.
  3. Die richtigen Menschen einladen: Das Getting Ready ist kein Vorab-Empfang. Ladet nur die Personen ein, die euch wirklich guttun, euch beruhigen und gute Laune verbreiten. Hektik hat hier Hausverbot.
  4. Ausreichend Puffer einplanen: Plant für das Fertigmachen lieber 30 Minuten mehr ein, als der Stylist vorgibt. Das Reinschlüpfen ins Brautkleid dauert manchmal länger als gedacht. Wenn wir hintenraus Puffer haben, können wir noch ganz entspannt ein paar coole Porträts von euch im Zimmer machen oder haben mehr Zeit für Paarfotos. Hektik und Stress so kurz vor der Trauung sind tabu.
  5. Eine "Detail-Box" vorbereiten: Sammelt schon am Vorabend alle kleinen Details (Ringe, Einladung, Parfüm, Brautstrauß, Schmuck, etc.) in einem kleinen Karton. Wenn ich am Morgen eintreffe, schnappe ich mir einfach die Box und kann direkt anfangen zu fotografieren, ohne dass ihr mit Suchen gestresst werdet.

Mein Fazit als Hochzeitsfotograf

Wenn es euer Budget und der zeitliche Rahmen zulassen, plant das Getting Ready unbedingt mit ein. In meinen über drei Jahren als Hochzeitsfotograf habe ich noch nie erlebt, dass ein Paar die Fotos vom Morgen bereut hat. Ganz im Gegenteil: Oft landen genau diese intimen, freudigen Aufnahmen mit den Liebsten später ganz vorne im Hochzeitsalbum!

Habt ihr noch Fragen zu eurem Tagesablauf oder sucht noch den passenden Fotografen für eure Hochzeit in München oder dem Umland? Dann schreibt mir gerne unverbindlich über mein Kontaktformular!

Trauzeugin knöpft das Kleid der Braut am Rücken zu
Braut sprüht sich mit Parfüm ein und lacht herzlich
Nahaufnahme des Gesichts der Braut wie es geschminkt wird
Mutter der Braut wird frisiert und lacht dabei herzlich
Brautkleid hängt an der Eingangstür, im Vordergrund sind Blumen
Bräutigam hält weinende Oma im Arm
Schuhe des Bräutigams werden mit weißem Tuch poliert

Häufige Fragen (FAQ) zum Getting Ready

Ich komme in der Regel erst dazu, wenn Haare und Make-up fast fertig sind. Ich fotografiere das finale Pudern, das Auftragen des Lippenstifts und das Styling. Niemand muss sich unwohl fühlen.

Das klappt am besten, wenn ihr euch am selben Ort (z. B. in zwei verschiedenen Zimmern im selben Hotel) fertig macht. Dann pendle ich einfach zwischen euch hin und her. Ist die Distanz zwischen euren Orten zu groß, besprechen wir im Vorfeld, wo mein Fokus liegen soll, oder wir denken über einen sogenannten „Second Shooter“ (einen zweiten Fotografen) nach.

Hochzeitsfotograf für München und Umgebung

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Erstveröffentlichung: 28. Juni 2026 · Letzte Aktualisierung: 28. Juni 2026

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